Saison 2022:

Kerenzerberg-Rennen: Fantastischer Motorsport

Mit dem Teilnehmerfeld von rund 270 Fahrzeugen verzeichnet das Kerenzerbergrennen 2022 ein Rekord. Auch die Vielfalt der Fahrzeuge ist kaum zu übertreffen und bot den Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Nebst bekannten Rennsportlegenden präsentierten die Rennfahrer und Rennfahrerinnen mit viel Motorensound Fahrpräzision vom Feinsten. Von historischen Formelfahrzeugen über seltene Schmuckstücke bis hin zu Fahrzeugen aus der Vorkriegszeit und Motorrädern war alles zu sehen. Mit viel Action begeisterten die Showfahrzeuge und ihre Fahrer das Publikum am Berg und sorgten für Stimmung. So machte zum Beispiel die schnellste Badewanne mit Fahrer Hannes Roth ihrem Namen alle Ehre. Spektakel bot Loris Rosati mit rotem Blitz und der Nummer 95 auf seinem Dreirad APE. Auf engstem Raum drehte er Runden mit qualmenden Reifen und um der Show noch einen obendrauf zu setzen, stieg Rosati kurzerhand aus dem fahrenden Fahrzeug und winkte dem Publikum zu, während das Dreirad weiter Runden drehte.

Slalom Hoch-Ybrig: Motorsport vom Feinsten

Bei herrlichen äusseren Bedingungen und vor einer stattlichen Anzahl begeisterter Zuschauer fand am 12. Juni 2022 der Slalom Hoch-Ybrig des Squadra Türmli auf dem Areal der Hoch-Ybrig Ag, Weglosen in Unterberg statt. Gefahren wurden zwei Trainingsläufe und drei Rennläufe, davon werden die zwei besseren zusammengezählt. Die Strecke weist folgende Merkmale auf: Länge etwa 800-900 Meter, 34 Tore, Torbreite ca. 3.50 m (je nach Gegebenheit).

Bergrennen Hemberg: Neuer Streckenrekord

Motoren dröhnten am Samstag und Sonntag durch die hügelige Landschaft des Toggenburgs. Das konnte nur eines bedeuten: Das Bergrennen Hemberg fand statt. Nach dreijähriger Pause fuhren wieder Rennautos über die 1758 Meter lange Strecke. Im Dorf herrschte Ausnahmezustand. Während den beiden Renntagen herrscht in Hemberg sowie den angrenzenden Ortschaften St.Peterzell und Bächli Ausnahmezustand. Das hat sich am Samstag gezeigt: Bereits bei den Trainingsläufen waren rund 3000 Besucherinnen und Besucher vor Ort. «Das war für einen Samstag ein absoluter Rekord», sagt der Präsident. Erfahrungsgemäss kommen am Sonntag jeweils doppelt so viele Leute. Dann zuletzt der Streckenrekordhalter und einer der Favoriten: Eric Berguerand, ein 43-jähriger Walliser. Mit seinem schwarz-grünen Rennwagen schafft er es in 52.91 Sekunden ins Ziel und erreicht einen neuen Streckenrekord.

Berg Slalom Damüls: Verkürzter Slalom am Sonntag

Mit Hilfe des Marshalls Club und zusätzlichen Funktionären konnte alles, bestens gemeistert werden. Mit Ausnahme des Sturmes, am Sonntagnachmittag. Der nach dem ersten Rennlauf der letzten Gruppe, zum Abbruch Zwang. Sturmböen begleitet von heftigem Regen und Hagel durchnässte alles und alle. Ein Abwarten und Weitermachen, zum Nachteil der total durchnässten Funktionäre wäre unverantwortlich gewesen. Die Organisatoren des RRCV hatten im Vorfeld des 15. Berg Slalom Damüls ordentlich Bauchweh. Der Boykott Aufruf, wegen dem ausgesprochenen Camping Verbot, beschäftigte dabei am wenigsten.

Rallye du Chablais: Sieg für Michellod / Fellay

Die Rallye du Chablais hat als zweiter Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gehalten, was man von ihr erwarten durfte. Abwechslungsreiche Prüfungen und wechselhafte Bedingungen sorgten für ein Kopf-an-Kopf-Rennen – bei der modernen, als auch bei den historischen Klasse. Dass es am Ende mit Jonathan Michellod auf Skoda Fabia Rally2 einen neuen Sieger gab, war das Tüpfelchen auf dem i. In der Meisterschaft hat Michellod die Führung übernommen. Der Mann aus Verbier führt mit 67 Punkten vor Hirschi (64) und Jura-Sieger Mike Coppens (52). Der Vorjahresmeister verlor schon am ersten Tag 2:49 min auf die Spitze. In WP11 kamen nochmals fast drei Minuten dazu. Erst zum Ende der Rallye gelangen Coppens noch zwei WP-Bestzeiten. Auch Ivan Ballinari, Champion der Jahre 2018 und 2019, konnte im Kampf um den Sieg nicht eingreifen, verteidigte in seinem VW Polo aber Platz 4 souverän gegen Cédric Althaus (Skoda Fabia).

Hartbergerland Rallye: Wagner Sieg mit 0.1 Sekunden Vorsprung

Nach 130 Wertungskilometern trennt den Hartbergland-Rallye-Sieger Simon Wagner vom Zweiten Hermann Neubauer nur ein Wimpernschlag / Der Staatsmeister feiert seinen dritten Saisonsieg mit 0,1 Sekunden Unterschied. Wagner führt mit 0,1 Sekunden nach SP1, mit 0,8 Sekunden nach SP 2 und mit 0,5 Sekunden nach SP 9, Neubauer führt mit 0,6 Sekunden nach SP 10 und mit 0,1 Sekunden nach SP 12. So geht es in die letzte, entscheidende 2,5 Kilometer lange/kurze Prüfung durch das Einkaufszentrum Hatric in Hartberg. Und diese absolviert Simon Wagner um 0,2 Sekunden schneller als Hermann Neubauer –  knapper und dramatischer geht es einfach nicht! Das hielt nicht einmal der Himmel aus, sodass er unmittelbar nach der Rallye seine Schleusen öffnete.

Slalom Ambri 2: Jubel bei Drack, Sawatzki und Geering

Schnellster Fahrer mit Dach über dem Kopf war wie vor Wochenfrist in Frauenfeld der Aargauer Patrick Drack mit dem beherzt und gekonnt pilotierten Porsche 991 GT3 Cup. Bei den InterSwiss-Fahrzeugen feierte Bruno Sawatzki an beiden Tagen den Gruppensieg über Christoph Zwahlen, beide mit Porsche 997 GT3 Cup. In der IS-Zweiliterklasse gewann Marco Geering im Opel Kadett 16V den tollen Dreikampf mit Manuel Santonastaso (BMW 320) und Jürg Ochsner (Opel Kadett). Für den entfesselten Geering der fünfte Ambri-Triumph in Folge! Im Renault Classic Cup entschied Denis Wolf beide Rennen jeweils vor Marc Beyeler für sich. Beim ersten Einsatz seit dem doppelten Titelgewinn im 2019 (RCC und Berg-Cup) entschied Philipp Krebs mit den drittbesten Renault-Zeiten die nur aus zwei Autos bestehende Klasse der älteren Clio II für sich.

Slalom Ambri 1: Lukas Eugster nutzt seine Chance

Am Samstag feierte Lukas Eugster den lange ersehnten Tagessieg. Ein Sieg ist dann besonders wertvoll, wenn er gegen starke Gegner errungen wird. Und wenn’s das erste Mal passiert, ist es am schönsten. Lukas Eugster rührte diese Gewissheit am Samstag, beim ersten der beiden von der Equipe Bernoise tadellos organisierten Slaloms auf dem Flugplatz Ambri, sogar zu Tränen. Unerwarteten Druck erhielt der im Kanton Appenzell heimische St. Galler nämlich von Philip Egli. Der Rekord-Tagessieger hatte sich nämlich vor der Veranstaltung abgemeldet. Weil er den gerissenen Ansaugtrakt am Motor in Dallara F394 in der Kürze der Zeit mittels Spezialkleber wieder Erwarten notdürftig beheben konnte, erschien Egli trotzdem zu den beiden Meisterschaftsläufen im Tessin – nur um dann im ersten Rennen am Samstag die erste Niederlage seit Oktober 2019 an gleicher Stätte zu kassieren.

Auto-Renntage Frauenfeld: Spezieller Sieg für Egli

Als Tagessieger – zum 40. Mal bei einem Nationalen Slalom – ging Philip Egli auf seinem optimalen Dallara-Rennwagen hervor. Seine letztjährige Bestzeit auf dem 3,2 Kilometer langen Parcours mit 49 Toren verpasste der im Kanton Zürich wohnhafte Glarner zwar um 19 Hundertstel, trotzdem war er überglücklich. Yves Hängärtner im Dallara GP3 und Lukas Eugster auf seinem Ligier-Honda machten Egli wie schon zwei Wochen zuvor in Bière (und am nächsten Wochenende beim Doppellauf in Ambri) den Tagessieg streitig. Hängärtner brachte die Power des gegen 500 PS starken Turbo-Rennwagens auf dem winkligen Kurs jedoch nicht gut genug auf den Boden. Der dritte Gesamtrang ging nach Eugsters Lapsus («Das war irgendwie nicht mein Tag») an Jannis Jeremias in einem Tatuus Formel Renault, obwohl er vor dem Missgeschick eines Helfers (Frontspoiler demoliert) nur den ersten Rennlauf bestreiten konnte.

Slalom de Bière: Philip Egli feierte in Bière seinen 39. Tagessieg

Die Konkurrenz ist dem Seriensieger schon beim ersten Lauf am Genfersee näher gerückt. Allen voran Lukas Eugster in seinem Ligier-Honda sowie Yves Hängärtner im Ex-Jenzer-Dallara GP3 mit neu entwickeltem Turbomotor von Eggenberger Motorenbau. Für Eugster endete das Rennen auf dem zweiten Gesamtrang. Der Rückstand auf Egli betrug 1,33 Sekunden. Laut dem Ostschweizer, der zwei Jahre lang keinen Rennen mehr fuhr, wäre noch mehr möglich gewesen. «Aber ich musste leider wieder mit dem originalen Motor, der nur etwa 255 PS leistet, fahren. Der neue Motor, der mehr Leistung hat, muss zum Tuner zurück. Unter diesen Voraussetzungen bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.»

Slalom Drivingcamp Röthis

Ein sicheres austesten des Fahrzeuges, weg von öffentlichen Strassen. Marco Brecht, Fiat Punto, steht in der Siegerliste mit 1/10 Sek Differenz vor Patrick Baldauf und Stefan Ramsauer.

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Criterium Jurassien: Ein Rennen mit zwei Siegern

Michaël Burri sicherte sich beim Auftakt zur Schweizer Rallye-Meisterschaft den Gesamtsieg. Weil er aber mit französischer Lizenz fährt, geht der SM-Laufsieg an den Zweitplatzierten Mike Coppens.

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Slalom-Testtage Ambri

Die EQUIPE BERNOISE führte ihre beliebten Slalom-Testtage auch 2022 durch. Das ideale Gelände auf dem Flugplatz Ambri gab Gelegenheit, die Fahrzeuge optimal auf die kommende Slalom-Saison vorzubereiten.

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Rebenland Rallye: Der Staatsmeister setzt ein Zeichen

Simon Wagner holte einen überlegenen Sieg bei der Rebenland-Rallye im südsteirischen Leutschach / Ein technisches Drama nahm Konkurrent Hermann Neubauer aus dem Spiel.

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