Saison 2022:

MRT Racing-Party

Bei den Tourenwagen stand Reto Meisel bereits als Meister fest. Im Stil von Berguerand errang der Aaragauer im selbst gebauten Mercedes SLK 340 in dieser Saison am Gurnigel ebenfalls seinen fünften Gesamtsieg bei den geschlossenen Rennfahrzeugen, wobei er seine eigene Bestzeit von 2018 mit demselben Wagen um beinahe vier Sekunden auf fantastische 1:48,84 min verbesserte. Damit bestätigte Meisel seinen überlegenen Titelgewinn in der Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen auf eindrückliche Weise.

Slalom Wangen

Auf dem Flugplatz Franzrüti übernahmen wie jedes Jahr Ende Oktober die Slalom-Piloten das Zepter – heuer zum 50. Mal. Zum Jubiläum kurvten nicht nur die Slalom-Piloten der diversen Klassen um die Pylonen. Ein Highlight ohnegleichen boten auch die reinrassigen Rennwagen, welche zum Jubiläum zur Show auf die Piste gingen. Den Tagessieg holte sich einmal mehr Dino Wintsch aus Hombrechtikon mit einer Zeit von 53:84. Damensiegerin wurde wiederum dessen Gattin, Zeljka Wintsch, mit einer Zeit von 1:04:06. Er startete mit Lotus Exige, sie mit Mini Cooper S. Das Gleichmässigkeitsrennen konnte Ruedi Stoop aus Wangen für sich entscheiden.

Herbstrallye Dobersberg

Der Wettergott meinte es gut und zollte den Anstrengungen des Veranstalters im Vorfeld der Herbstrallye insofern Respekt, als das er bereits nach den ersten beiden Sonderprüfungen welche im dichten Nebel zu absolvieren waren, aufklaren ließ. Der Sieg ging am Ende nach Tschechien. Der Kampf um den Gesamtsieg der Austrian Rallye Challenge hätte durchaus spannend werden können. Der Österreicher Martin Rossgatterer mit seinem Skoda Rally 2 Evo duellierte sich von Beginn an mit dem Tschechen Jan Skála im Hyundai i20N Rally 2. Die Führung wechselte im Laufe des Vormittags mehrmals. Allerdings unterlief dem Team Rossgatterer/Thauerböck vor der zweiten Sonderprüfung ein Stempelfehler, was laut Reglement zu einer Strafzeit von drei Minuten führte. Das Team fiel somit in das Mittelfeld zurück und verlor jegliche Chance auf einen Spitzenplatz. Vater und Sohn Schindelegger, welche auch rund um Dobersberg zu den Favoriten für den historischen Gesamtsieg zählten, mussten nach der dritten Sonderprüfung auf Grund eines technischen Defekts aufgeben. Jan Skála gewinnt die Jubiläumsausgabe der Herbst Rallye in Dobersberg. Zweite wurden Peter Eibisberger und Claudia Maier mit einem Ford Fiesta R5 MKII. Das Podium komplementierte Gernot Zeiringer und Bianca Marina Stampfl in einem weiteren Ford Fiesta R5. Beachtlich die Aufholjagd von Martin Rossgatterer, welche ihn bis auf Platz 5. brachte.

11. Int. Eichenberg Rennslalom

Am Sonntag, Sonnenschein und Marcel Gapp auf BMW M3, als Tagessieger, vor Hubert Ganath, Bernd Ehrle und Rene Leutenegger. Unverändert blieb der Serien Fahrzeug Sieger Mathias Beck, vor Jürg Müller und Sandro Hobi, BMW M140i. Auch bei den Damen blieb Diana Maurer, zum zweiten Male erfolgreich. Der Shuttle Dienst, vom Henkel Parkplatz, nach Eichenberg, in den Zuseher Bereich, bewährte sich bestens und die Preisverteilung mit dem Catering von Nico im MZG, liess keine Wünsche offen. Unverändert schwach die Mobilen Verbindungen, im Ziel, welche es nicht ermöglichten, eine Internet Verbindung, fürs Livetiming, aufzubauen.  

Rallye du Valais

Die 62. Rallye du Valais war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende setzte sich Vorjahresmeister Mike Coppens erfolgreich durch und feierte verdient seinen zweiten Heimsieg. Für Coppens spielte der zweite oder dritte Meisterschaftsrang schon vor der Rallye keine Rolle. «Das ist mir egal», meint der 43-Jährige Skoda-Pilot aus Verbier. «Es zählt nur der Titel. Und den konnten wir nicht verteidigen.» Der zweite Sieg bei seiner Heimrallye sicherte sich Coppens mit Bravour. Neben Coppens standen am Samstagabend im neuen Servicepark in Saillon Burri (als Zweiter) und Loix (als Dritter) auf dem Podium. Weil Burri mit französischer Lizenz fährt und Loix als belgischer Gastfahrer keine Punkt für die SM-Wertung erhalten, sicherte sich Jonathan Hirschi hinter Coppens und Michellod den dritten Rang im Schweizer Klassement. Hirschi lag am ersten Tag nach zwei Prüfungen noch vorne, fiel dann aber durch zwei Reifenschäden zwischenzeitlich auf Rang 29 ab. Die Aufholjagd des bereits als Meister 2022 feststehenden Neuenburger kam in der sechsten WP durch einen weiteren Plattfuss noch einmal ins Stocken. Im Ziel lag Hirschi 4:24 min hinter Sieger Coppens.

Michaelskreuz-Rennen

Kurven und Kehren auf einer historischen Strasse. Wunderschöne Aussichten am Michaelskreuz. Und kulinarische Momente in geselliger Runde. Das Michaelskreuzrennen ist zurück. Und das Porsche Zentrum Zug als Hauptsponsor mittendrin. Das historische Bergrennen wurde von 1923 bis 1933 bei insgesamt 6 Bergprüfungsfahrten ausgetragen – und führt seit 2015 wieder im Dreijahreszyklus Sportwagenfans die tolle Bergstrasse hoch. Auf der 3,5 kilometerlangen Strecke von Root zum Michaelskreuz wird das traditionelle Rennen gefahren. Zu bewundern gibt es 230 Oldtimer. Nur wenige Zeitzeugen, die sich an die legendären Rennen noch erinnern, leben noch heute. Ebenso haben nur wenige Zeitdokumente überlebt und müssen mühsam aus verstaubten Archiven zusammengesucht werden. Einiges bleibt aber für immer verschollen. Vor allem der legendäre Alois Muff, der nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als Volksmusiker und Lebemann bekannt war, nahm kurze Zeit später einige Ungereimtheiten, die um sein kurzes aber intensives Leben ranken, mit ins Grab, als er 1939 unter nie richtig geklärten Umständen an seinem letzten Wohnort, an der Voltastrasse in Luzern im blühenden Alter von erst 34 Jahren all zu früh aus dem Leben schied. Doch seine Volksmusik und der Bugatti haben überlebt.

Bergrennen Mickhausen

An zwei Tagen war der kleine Ort Münster bei Mickhausen im Ausnahmezustand. Das 39. Bergrennen lockte viele Zuschauer an. Nach zwei Jahren Pause fand es am vergangenen Wochenende endlich wieder statt. Die Fahrer, Zuschauer, Anwohner und Teammitglieder konnten es nicht erwarten. Für sie alle ist klar, der deutsche Bergrennsport blühte nach zwei Jahren Abstinenz wieder auf. Da eignet sich Mickhausen eben für alle, dann es ist für alle Motorsport zum Anfassen. Im DMSB Berg-Cup der Tourenwagen musste Leader Ralf Kroll kein großes Risiko im Silver Car S2 mehr eingehen. Als Divisionszweiter hinter dem Tourenwagen-Gesamtsieger von Mickhausen Stefan Hetzenauer, Subaru Allrad  holte der Odenwälder seinen dritten DMSB Berg-Titel nach 1995 und 2004. Denn wer hier eine normale Rennstrecke erwartet, über die 2,2 Kilometer Länge, mit Boxengasse und vielem mehr, der liegt eindeutig falsch. Die Sportwagen stehen in den von den Anwohnern geräumten Garagen. Langjährige Freundschaften zwischen Teams, Fahrern und Hausherren haben sich entwickelt – eigentlich eine komplett heimelige Atmosphäre. „Die Leute sind top drauf und so weiter die Hausherrn bei uns sind super“, berichtet Rennfahrer Armin Ebenhöh. „Ja, das ist schon familiär, also wir haben ja schon eine Freundschaft geschlossen mit den Hausherren, mit den Hafners. Wir dürfen jedes Jahr her. Wir können alles nutzen von Strom von Wasser, egal was wir brauchen. Die Werkstatt, alles Werkzeug ist einfach top“. Auch Anwohner Werner Weiß sieht es ähnlich: „Aber wir haben mega Freundschaften geschlossen. Es sind schöne Abende, die man da jedes Jahr miteinander verbringen aufs Neue verbringen kann und ist einfach jedes Jahr wieder schön. Ja, also hier in Münster ist es selbstverständlich, dass da so ziemlich nahezu jeder Anwohner was möglich machen kann, zur Verfügung stellt für die Rennfahrer“.

Eggberg Klassik

Wieder einmal konnte Bad Säckingen seinen Ruf als kleine Hochburg für den Automobilsport festigen. Rund 150 Teilnehmer waren am Wochenende der Einladung des Automobilclubs Bad Säckingen gefolgt, um am Hausberg der Trompeterstadt nach zweijähriger, pandemiebedingter Durststrecke wieder das Eggberg Klassik zu bestreiten. Mit dem bis in die späten 1980er Jahre abgehaltenen legendären Eggberg-Rennen hat die Klassik-Version nicht mehr sehr viel gemein. Handelt es sich doch nicht um ein Wettrennen, bei dem es gilt, die 4,2 Kilometer lange Strecke möglichst schnell zurückzulegen, sondern um eine „Gleichmäßigkeitsprüfung“, die sich ausdrücklich an Besitzer historische Fahrzeuge richtet. An diesem Wochenende gestaltete sich die Aufgabe, die Strecke möglichst in der vorgegebenen Soll-Zeit zurückzulegen, jedoch aufgrund des Wetter besonders schwierig. Nicht so recht zu den eleganten Zeugen der Automobilgeschichte wollten die bunten Regenschirme passen, die die Fahrerinnen und Fahrer in ihren offenen Fahrzeugen aufzuspannen gezwungen waren. Auch der eine oder andere grobe Schlenker beim Start offenbarte die hohen Ansprüche, die beim Vorlauf an das fahrerische Können gestellt waren. „Das war anstrengend“, bestätigt Bodo Zimmermann am nächsten Tag auf Nachfrage. Sein Opel Commodore B GS mit 3,8 Liter-Motor hat knapp 200 PS unter der Haube. „Ein schwerer Motor vorne, ein leichtes Heck hinten und eine nasse Fahrbahn – dann bekommt man vorne schlecht Kontakt mit der Straße“, erklärt Zimmerman. Mit Konzentration und Erfahrung sei jedoch alles gut gegangen. Allerdings: Auf trockener Fahrbahn war er am Sonntag auf trockener Straße um ganze 23 Sekunden schneller. Der Sonntag entschädigte dann mit strahlendem Sonnenschein. Sehen ließ sich dann auch das Publikum, das an der Präsentation von rund 100 Jahre Automobilgeschichte sichtlich ihren Geschmack fand. Klangvolle Namen von Fahrzeugproduzenten der Vorkriegszeit wie Maserati, Bugatti, Riley, Alvis oder Rolls Royce waren vertreten.

Bergrennen Gurnigel

Beim letzten Schweizer Bergrennen am Gurnigel demonstrierten Reto Meisel und Eric Berguerand, warum sie 2022 verdiente Meister geworden sind. Auch am Gurnigel war der neu siebenmalige Schweizer Berg-Meister Eric Berguerand am Renntag vor rund 10’000 Zuschauer bei schönem Herbstwetter nicht zu stoppen. Den vor vier Jahren von ihm aufgestellten Streckenrekord unterbot «Bergus» um 32 Hundertstelsekunden. Seine neue Bestmarke auf der 3734 Meter langen Piste von Dürrbach ins Gurnigelbad steht nun bei 1:39,49 min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,1 km/h entspricht. In der Addition der beiden Läufe liess sich Berguerand eine Zeit von 3:22,60 notieren. Damit war der nun achtfache Gurnigelsieger etwas mehr als eine Sekunde schneller als Robin Faustini. Mit einem starken zweiten Lauf (1:41,33) sicherte sich der Aargauer im Osella FA30 (Galerie Mitte) den zweiten Platz vor Marcel Steiner.
Bei den Tourenwagen stand Reto Meisel bereits als Meister fest. Im Stil von Berguerand errang der Aaragauer im selbst gebauten Mercedes SLK 340 in dieser Saison am Gurnigel ebenfalls seinen fünften Gesamtsieg bei den geschlossenen Rennfahrzeugen (Galerie rechts) , wobei er seine eigene Bestzeit von 2018 mit demselben Wagen um beinahe vier Sekunden auf fantastische 1:48,84 verbesserte. Damit bestätigte Meisel seinen überlegenen Titelgewinn in der Schweizer Bergmeisterschaft der Tourenwagen auf eindrückliche Weise. Zweitschnellster war Roger Schnellmann. Allerdings wusste der Schwyzer nicht, ob er sich nach dem zweiten Rennlauf über den zweiten Meisterschaftsrang freuen oder über einen neuerlichen Defekt am monströsen Mitsubishi Evo 8 ärgern sollte. Rang 3 in der Tourenwagenendabrechnung sicherte sich Bruno Sawatzki vor Frédéric Neff. Die beiden Interswiss-Porsche-Piloten schenkten sich am Gurnigel nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch – mit dem besseren Ende für Sawatzki.

Rallye Mont-Blanc - Morzine

Jonathan Hirschi bleibt auch nach der Sommerpause der Schweizer Rallye-Meisterschaft das Mass aller Dinge. Der Neuenburger gewann am Fusse des Mt.Blanc seine zweite Rallye 2022 und baut damit die Führung im Gesamtklassement aus. Der Neuenburger und sein Co-Pilot Michaël Volluz legten los wie die Feuerwehr und fuhren am ersten Tag auf allen Wertungsprüfungen jeweils Bestzeit unter allen Schweizer Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Auch am Samstag, dem zweiten Tag der Rallye, lag Hirschi in der ersten Etappe ganz vorne. Nur auf der 9. und 14. WP liess er der Konkurrenz kurz den Vortritt. Nach vier von sechs gefahrenen Rallyes liegt der 36-Jährige aus Cernier mit 141 Punkten an der Spitze. Platz 2 unter den knapp 20 Schweizer Teilnehmern im Feld der modernen Rallyefahrzeuge ging an Mike Coppens und Beifahrer Christophe Roux. Der amtierende Meister lag im Ziel 1:13,3 min hinter Sieger Hirschi. Der Wechsel zurück auf einen Skoda Fabia zahlte sich für Coppens aus. Für Jonathan Michellod und Co-Pilot Stéphane Fellay endete die Rallye auf Rang 3. Vor einem Jahr hätte der Walliser dieses Ergebnis noch mit Handkuss genommen. Doch die Erwartungen sind gestiegen. Michellod war mit Platz 3 und einem Rückstand von einer Minute auf Coppens enttäuscht.

Arosa ClassicCar

Die 18. Ausgabe der Arosa ClassicCar lockte am vergangenen Wochenende zahlreiche Oldtimer-Fans und Motorsportbegeisterte ins Schanfigg. Der Tagessieg ging zum sechsten Mal an Thomas Amweg. Die alte Rekordzeit von 4:06,16 min bleibt bestehen. Bei der 18. Ausgabe der Arosa ClassicCar war eine Zeitenverbesserung am Sonntag zwar möglich, doch der verregnete Samstag machte den Teilnehmern, allen voran dem schnellsten Fahrer, Thomas Amweg, einen Strich durch die Rechnung. «Wir hätten mehr Fahrten bei Wetterbedingungen so wie am Sonntag gebraucht, um an die Rekordzeit heranzukommen», sagt der inzwischen sechsfache Tagessieger der ACC. Amweg kam im dritten Lauf am Samstagmorgen in seinem Martini MK50 F2 immerhin auf 4:12,71 min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 104 km/h entspricht. Die zweitschnellste Zeit liess sich Roger Moser notieren. Der Lokalmatador bewältigte die 7,3 Kilometer lange Strecke in einem fast baugleichen, mit identischem BMW-Motor angetriebenen Fahrzeug in 4:26,27 min. Nur unwesentlich langsamer war Vorjahressieger Florian Feustel. Der Deutsche brauchte in seinem Porsche 911 IROC RSR 4:27,48 min und liess damit Mirco Seiler (Lola T70) und René Aeberhardt (Opel Ascona 400 Rallye) hinter sich.

Bergrennen Oberhallau

Das diesjährige Bergrennen in Oberhallau hat für Rekorde sowohl auf, als auch neben der Rennstrecke gesorgt. Gemäss einer Medienmitteilung des Vereins «Pro Bergrennen Oberhallau» fiel das Duell um den Tagessieg zwischen den mehrfachen Schweizer Meistern Marcel Steiner und Eric Berguerand denkbar knapp aus. Beide unterboten den absoluten Streckenrekord von 1:08,00 Minuten gleich fünfmal. Das bessere Ende behielt der Walliser Berguerand, der seinen Kontrahenten am Ende um 0,56 Sekunden distanziert hatte. Der neue Rekord auf der drei Kilometer langen Strecke liegt nun bei 1:07,56 Minuten. Auf den dritten Gesamtrang fuhr der Aargauer Robin Faustini. Im Rennen der Tourenwagen fiel die Entscheidung noch knapper aus. Roger Schellmann holte sich den Tagessieg mit nur 0,11 Sekunden vor Reto Meisel. Dahinter reihte sich Romeo Nüssli auf Rang drei ein. Nicht nur auf der Rennstrecke fielen die Rekorde. Es strömten vermutlich so viele Zuschauer auf Oberhallau wie noch nie. Über 16'000 Zuschauer dürften es gemäss ersten Schätzungen gewesen sein. Das ganze bei 240 gestarteten Fahrern.

Bergsprint Walzenhausen-Lachen

Dieses Wochenende fand der sechste historische Bergsprint von Walzenhausen nach Lachen statt. Die Freude der Besuchenden und Teilnehmenden war trotz des wechselhaften Wetters gross. Zwei-, drei- oder vierrädrige Oldtimer aller Epochen, glänzende Boliden in allen Farben und Formen und eine motorisierte Badewanne rasten am Wochenende über die Bergstrasse von Walzenhausen nach Lachen. Die Geräusche von knatternden Auspuffen und dröhnenden Motoren waren weitum zu hören und liessen die Herzen von Motorsportfreunden höherschlagen. Rund 170 Fahrzeuge und rund 190 Fahrerinnen und Fahrer nahmen an diesem Wochenende an der sechsten Ausgabe des historischen Bergsprints teil.Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten die fahrenden Raritäten und Kuriositäten aus sicherer Entfernung entlang der kurvenreichen Strasse bestaunen. In vielen erhöhten Zuschauerbereichen konnte zudem eine herrliche Aussicht auf die Bodenseeregion genossen werden. Die Stimmung unter den Gästen und Teilnehmenden war sehr gut: «Ich bin begeistert über die Vielfalt der Fahrzeuge und die Aussicht auf die Strecke», sagte eine Besucherin aus dem Thurgau, welche den historischen Bergsprint zum ersten Mal erlebte. Auch anwesende Rennsport-Koryphäen wie Fredy Lienhard freuten sich über die gelungene Durchführung. Er sagte: «Es ist wunderbar, dass es das heute noch gibt.» Mediensprecher Victor Rohner freute sich bei seiner Ansprache am Samstagmittag über die geschlossene Anwesenheit der Schweizer Rennsport-Elite: Dabei waren unter anderem der ehemalige Formel-1-Rennstallchef Peter Sauber, der Ingenieur und Motorenentwickler Mario Illien, Rennfahrer und Unternehmer Fredy Lienhard sowie Willi Humbel, Produzent hochwertiger Zahnradtechnik für den Rennsport und ebenfalls Rennfahrer.

Perger Mühlstein Rallye: Wagner feiert Hattrick

Bei der vierten Auflage der Perger Mühlsteinrallye sichert sich Simon Wagner mit seinem Copiloten Sigi Schwarz zum 3. Mal den Gesamtsieg mit einem gewaltigen Vorsprung von 1:10,4 Minuten. Somit ist die Titelverteidigung, die vom ersten Meter an kaum gefährdet war, gelungen. Dahinter gab es einen spannenden Kampf um Platz 2 zwischen Martin Rossgatterer und Johannes Keferböck (beide Skoda Fabia Rally2). Beide fuhren auf der ersten Sonderprüfung die gleiche Zeit. Auf SP 2 übernahm Rossgatterer das Kommando mit 7,4 Sekunden Vorsprung. Auf SP 3 schlägt Keferböck mit 10.8 Sekunden zurück. Auf SP4 hat erneut Rossgatterer die Nase vorne, gesamt bleibt jedoch Keferböck um 0,1 Sekunden vorne und sichert sich somit den 2. Gesamtplatz. Schnellster unter den zweiradgetriebenen Fahrzeugen wurde Michael Lengauer mit seinem Copilot Christian Birklbauer auf Opel Corsa Rally4. Sein 2WD Debut war damit mehr als erfolgreich. Insgesamt blickt der Rallye Club Perg auf eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zurück. Von 82 gestarteten Teams erreichten 60 das Parc Ferme. Bei gutem Wetter wurden knapp 100 Sonderprüfungskilometer absolviert. Ein großer Zuschaueransturm belegt, dass Motosport nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Region hat, was auch der umliegenden Wirtschaft zugute kommt.

Course de côte Ayent-Anzère

Die zwei grossen Titelfavoriten Eric Berguerand und Reto Meisel setzten sich beim dritten Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft 2022 im Wallis durch. Wie viele andere Konkurrenten in ihren Klassen setzten sie neue Rekordmarken. Bei seinem Heimrennen stanzte Eric Berguerand im optimalen Lola-Cosworth schon im Training am Samstag in 1:25,668 eine inoffizielle Rekordzeit in den 3500 Meter langen Asphalt von Ayent nach Anzère. Im ersten Lauf am Sonntagmorgen nutzte der Walliser die kühleren Bedingungen und verbesserte seinen eigenen Streckenrekord von 2018 gleich um 2,7 Sekunden auf 1:24,240, was einem Durchschnittstempo von nahezu 150 km/h entspricht. Auch im zweiten und dritten Lauf fuhr Berguerand jeweils Bestzeit. In der Addition der beiden schnellsten Läufe hatte der Titelverteidiger 5,8 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Marcel Steiner im LobArt mit Honda-Turbomotor von Helftec. Hinter Berguerand und Steiner sicherten sich Robin Faustini und Joël Volluz in ihren Osella FA30 die Plätze 3 und 4. Als erstaunlicher Gesamtfünfter liess Joël Grand im Osella-Sportwagen mit Einlitermotor in ebenfalls fabelhafter Klassenrekordzeit erneut Michel Zemp (Norma-Honda) als schnellsten Zweiliterpiloten hinter sich. Bei den Rennwagen bis zwei Liter lag Sieger Philip Egli im Dallara F3 mit Saugmotor nach drei konstant flotten Läufen gleich um 2,6 Sekunden schneller als Joël Burgermeister im Tatuus F4 mit Abarth-Turbomotor.

Mit viel Arbeit war der erneute Tourenwagen-Rekordsieg von Reto Meisel im Mercedes SLK 340 verbunden (untere Galerie links). Im morgendlichen Durchgang verursachte ein zu knapp bemessener Seilzug einen Kupplungsschaden. Mit neuer Kupplung, ausgetauscht in nur eineinhalb Stunden Pause bis zum zweiten Vorstart, liess der SM-Leader im zweiten Lauf min einer ebenfalls deutlichen Rekordmarke in 1:34,865 aufhorchen. Nach drei Durchgängen hatte Meisel zwei Sekunden Vorsprung auf Roger Schnellmann (Mitsubishi Evo 8) und elf Sekunden auf IS-Gewinner Frédéric Neff (Porsche 996 GT2 R). Neff sah nach technischen Problemen in Hemberg und La Roche mit dem in Anzère rund 740 PS starken Turbo (untere Galerie Mitte) zum ersten Mal die Zielflagge. Trotz seines neues IS-Rekordes am Morgen musste sich Markenkollege Bruno Sawatzki im GT3-Auto mit Saugmotor Neffs knapp geschlagen geben.

Rallye Weiz: Vierter Weiz-Sieg für Hermann

Der Salzburger gewann den fünften Rallye-Staatsmeisterschaftslauf in der Steiermark souverän / 2WD-Pilot Julian Wagner fixiert zwei Staatsmeistertitel / Der Italiener „Zippo“ dominiert in der Historischen EM / Opel e-Rally Cup mit deutschem Sieg für Timo Schulz. Bei tollen äußeren Bedingungen (Freitag zwischendurch leichter Regen, Samstag durchwegs Sonne) wurde dem Fanansturm auf die Wertungsprüfungen dann Rallyesport der Extraklasse geboten. Mit einem Favoritensieg ging eine unaufgeregte, aber trotzdem aufregende Rallye Weiz 2022 über die Bühne. Sämtliche Teilnehmer präsentierten ihren Sport auf höchstem Niveau und holten sich den verdienten Applaus der Fans. Dass der Salzburger Hermann Neubauer hier seinen insgesamt vierten Sieg einfahren konnte, verdankt er einer perfekten Mischung aus Intelligenz und Können. Nie hatte man den Eindruck, dass der doppelte Staatsmeister von 2017 und 2019 in Schwierigkeiten kommen könnte. Und auch wenn es vor allem dem Tschechen Adam Brezik im Skoda Fabia R5 fünf Mal gelang, auf einer Sonderprüfung schneller zu sein, hatte es den Anschein, als wäre Neubauer die sichere Zielankunft wichtiger als Zwischenbestzeiten. Der finale Vorsprung auf Brezik von über einer Minute wurde Neubauers reifer Leistung schließlich in allen Belangen gerecht. Mit dem dritten Platz von Weiz verteidigte Skoda-Pilot Günther Knobloch nicht nur seinen momentanen zweiten Rang in der Staatsmeisterschaft, sondern darf sich auch über die Auszeichnung des besten Steirers freuen.

Int. Arlberg Slalom

Die Verschiebung der Arlberg Tunnel Sanierung, ermöglichte die überraschende und freudige Austragung von Österreichs grösstem Automobil Berg Slalom, in Stuben am Arlberg. Es musste wiederum selektioniert werden, um nicht mehr als 174 Teilnehmer, zum Start, über 5 Läufe, auszuwählen. Das Ambiente von Stuben am Arlberg, mit Sicht auf die Serpentinen der berühmten Arlberg Passtrasse und der Flexen Galerie im Hintergrund, wird nur noch von der Gastlichkeit des Ortes gedopt. Die Organisatorischen Rahmenbedingungen sind enorm. Das Fahrerlager ist mit Hilfe der Piloten ausreichend, aber nicht üppig. Den Zusehern, mit limitierten Parkplätzen ist ebenso Sorge zu tragen, wie dem Bus Linienverkehr, im Verkehrs- Stau. Am Samstag bei Sonnenschein vom Start bis zum Ende, gab Christoph Lampert, aus Feldkirch, ein Gastspiel auf einem Osella, bei dem die Münder der zahlreichen Zuseher offenblieben. Mit 58er Zeiten zeigte er das Potenzial des leichten und agilen Bergflitzers auf. Hannes Mahler, der Tagessieger vom Vortag, war für einmal der Zweitbeste, vor Hermann Bollhalder und Stefan Hetzenauer. Hubert Ganath, Porsche Cayman GT4, war der beste Vorarlberger unter den besten 10.

Oldtimer GP Brugger Schachen

Über 3000 Besucherinnen und Besucher bestaunten im Brugger Schachen die historischen Motorräder und nostalgischen Rennwagen. Zwei Giganten stiessen dabei auf besonderes Interesse. In stimmungsvoller Umgebungen im Brugger Schachen drehen über 100 Oldtimer, historische Rennfahrzeuge, Monoposti, Rennmotorräder,... bis Jahrgang 1992 ihre Runden. Der Besuch im Fahrerlager ist im Eintritt inbegriffen. Hier trifft man hautnah auf Fahrer und deren Fahrzeuge. Ein Blick unter die Haube, eine Frage zum Motor… so mancher Besuch bei den Piloten führt zu spannenden Benzingesprächen.

Slalom Chamblon: Martin Bürki im Doppelpack

Zwei Namensvetter an der Tabellenspitze, Martin Bürki sicherte in Chamblon im VW Polo den neunten Titel in der Slalom-SM. Sein Namensvetter im BMW wird Vizemeister. Der Tagessieg ging einmal mehr an Philip Egli im Dallara. Martin Bürki ist zum achten Mal in Folge und zum neunten Mal insgesamt Schweizer Slalom-Meister. Der Garagist aus Uetendorf liess auch beim Finale in Chamblon in seiner Klasse E1 bis 1600 Kubik mit seinem optimalen VW Polo nichts anbrennen. Auch wenn die Titel des VW-Polo-Piloten inzwischen fast zur Gewohnheit werden, sind diese für den alten und neuen Meister längst keine Selbstverständlichkeit. So wie bei Christoph Zwahlen. Der Thurgauer zählt seit Jahren zu den Schnellsten am Berg oder bei Slaloms. In Chamblon hob Zwahlen im Training am Sonntagmorgen mit seinem Porsche GT3 sprichwörtlich ab, blieb aber zum Glück unverletzt. Der Tagessieg in Chamblon ging einmal mehr an Philip Egli im Dallara-EPR (Galerie links). Der in Zürich wohnhafte Glarner bildet mit seinem in die Jahre gekommenen Formel-3-Dallara eine Einheit, die man kaum bezwingen kann. Trotz der einzigen Saisonniederlage in Ambri 1 gegen Lukas Eugster schaffte er es damit noch aufs Meisterschaftspodium.

Kerenzerberg-Rennen: Fantastischer Motorsport

Mit dem Teilnehmerfeld von rund 270 Fahrzeugen verzeichnet das Kerenzerbergrennen 2022 ein Rekord. Auch die Vielfalt der Fahrzeuge ist kaum zu übertreffen und bot den Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Nebst bekannten Rennsportlegenden präsentierten die Rennfahrer und Rennfahrerinnen mit viel Motorensound Fahrpräzision vom Feinsten. Von historischen Formelfahrzeugen über seltene Schmuckstücke bis hin zu Fahrzeugen aus der Vorkriegszeit und Motorrädern war alles zu sehen. Mit viel Action begeisterten die Showfahrzeuge und ihre Fahrer das Publikum am Berg und sorgten für Stimmung. So machte zum Beispiel die schnellste Badewanne mit Fahrer Hannes Roth ihrem Namen alle Ehre. Spektakel bot Loris Rosati mit rotem Blitz und der Nummer 95 auf seinem Dreirad APE. Auf engstem Raum drehte er Runden mit qualmenden Reifen und um der Show noch einen obendrauf zu setzen, stieg Rosati kurzerhand aus dem fahrenden Fahrzeug und winkte dem Publikum zu, während das Dreirad weiter Runden drehte.

Slalom Hoch-Ybrig: Motorsport vom Feinsten

Bei herrlichen äusseren Bedingungen und vor einer stattlichen Anzahl begeisterter Zuschauer fand am 12. Juni 2022 der Slalom Hoch-Ybrig des Squadra Türmli auf dem Areal der Hoch-Ybrig Ag, Weglosen in Unterberg statt. Gefahren wurden zwei Trainingsläufe und drei Rennläufe, davon werden die zwei besseren zusammengezählt. Die Strecke weist folgende Merkmale auf: Länge etwa 800-900 Meter, 34 Tore, Torbreite ca. 3.50 m (je nach Gegebenheit).

Bergrennen Hemberg: Neuer Streckenrekord

Motoren dröhnten am Samstag und Sonntag durch die hügelige Landschaft des Toggenburgs. Das konnte nur eines bedeuten: Das Bergrennen Hemberg fand statt. Nach dreijähriger Pause fuhren wieder Rennautos über die 1758 Meter lange Strecke. Im Dorf herrschte Ausnahmezustand. Während den beiden Renntagen herrscht in Hemberg sowie den angrenzenden Ortschaften St.Peterzell und Bächli Ausnahmezustand. Das hat sich am Samstag gezeigt: Bereits bei den Trainingsläufen waren rund 3000 Besucherinnen und Besucher vor Ort. «Das war für einen Samstag ein absoluter Rekord», sagt der Präsident. Erfahrungsgemäss kommen am Sonntag jeweils doppelt so viele Leute. Dann zuletzt der Streckenrekordhalter und einer der Favoriten: Eric Berguerand, ein 43-jähriger Walliser. Mit seinem schwarz-grünen Rennwagen schafft er es in 52.91 Sekunden ins Ziel und erreicht einen neuen Streckenrekord.

Berg Slalom Damüls: Verkürzter Slalom am Sonntag

Mit Hilfe des Marshalls Club und zusätzlichen Funktionären konnte alles, bestens gemeistert werden. Mit Ausnahme des Sturmes, am Sonntagnachmittag. Der nach dem ersten Rennlauf der letzten Gruppe, zum Abbruch Zwang. Sturmböen begleitet von heftigem Regen und Hagel durchnässte alles und alle. Ein Abwarten und Weitermachen, zum Nachteil der total durchnässten Funktionäre wäre unverantwortlich gewesen. Die Organisatoren des RRCV hatten im Vorfeld des 15. Berg Slalom Damüls ordentlich Bauchweh. Der Boykott Aufruf, wegen dem ausgesprochenen Camping Verbot, beschäftigte dabei am wenigsten.

Rallye du Chablais: Sieg für Michellod / Fellay

Die Rallye du Chablais hat als zweiter Lauf zur Schweizer Rallye-Meisterschaft gehalten, was man von ihr erwarten durfte. Abwechslungsreiche Prüfungen und wechselhafte Bedingungen sorgten für ein Kopf-an-Kopf-Rennen – bei der modernen, als auch bei den historischen Klasse. Dass es am Ende mit Jonathan Michellod auf Skoda Fabia Rally2 einen neuen Sieger gab, war das Tüpfelchen auf dem i. In der Meisterschaft hat Michellod die Führung übernommen. Der Mann aus Verbier führt mit 67 Punkten vor Hirschi (64) und Jura-Sieger Mike Coppens (52). Der Vorjahresmeister verlor schon am ersten Tag 2:49 min auf die Spitze. In WP11 kamen nochmals fast drei Minuten dazu. Erst zum Ende der Rallye gelangen Coppens noch zwei WP-Bestzeiten. Auch Ivan Ballinari, Champion der Jahre 2018 und 2019, konnte im Kampf um den Sieg nicht eingreifen, verteidigte in seinem VW Polo aber Platz 4 souverän gegen Cédric Althaus (Skoda Fabia).

Hartbergerland Rallye: Wagner Sieg mit 0.1 Sekunden Vorsprung

Nach 130 Wertungskilometern trennt den Hartbergland-Rallye-Sieger Simon Wagner vom Zweiten Hermann Neubauer nur ein Wimpernschlag / Der Staatsmeister feiert seinen dritten Saisonsieg mit 0,1 Sekunden Unterschied. Wagner führt mit 0,1 Sekunden nach SP1, mit 0,8 Sekunden nach SP 2 und mit 0,5 Sekunden nach SP 9, Neubauer führt mit 0,6 Sekunden nach SP 10 und mit 0,1 Sekunden nach SP 12. So geht es in die letzte, entscheidende 2,5 Kilometer lange/kurze Prüfung durch das Einkaufszentrum Hatric in Hartberg. Und diese absolviert Simon Wagner um 0,2 Sekunden schneller als Hermann Neubauer –  knapper und dramatischer geht es einfach nicht! Das hielt nicht einmal der Himmel aus, sodass er unmittelbar nach der Rallye seine Schleusen öffnete.

Slalom Ambri 2: Jubel bei Drack, Sawatzki und Geering

Schnellster Fahrer mit Dach über dem Kopf war wie vor Wochenfrist in Frauenfeld der Aargauer Patrick Drack mit dem beherzt und gekonnt pilotierten Porsche 991 GT3 Cup. Bei den InterSwiss-Fahrzeugen feierte Bruno Sawatzki an beiden Tagen den Gruppensieg über Christoph Zwahlen, beide mit Porsche 997 GT3 Cup. In der IS-Zweiliterklasse gewann Marco Geering im Opel Kadett 16V den tollen Dreikampf mit Manuel Santonastaso (BMW 320) und Jürg Ochsner (Opel Kadett). Für den entfesselten Geering der fünfte Ambri-Triumph in Folge! Im Renault Classic Cup entschied Denis Wolf beide Rennen jeweils vor Marc Beyeler für sich. Beim ersten Einsatz seit dem doppelten Titelgewinn im 2019 (RCC und Berg-Cup) entschied Philipp Krebs mit den drittbesten Renault-Zeiten die nur aus zwei Autos bestehende Klasse der älteren Clio II für sich.

Slalom Ambri 1: Lukas Eugster nutzt seine Chance

Am Samstag feierte Lukas Eugster den lange ersehnten Tagessieg. Ein Sieg ist dann besonders wertvoll, wenn er gegen starke Gegner errungen wird. Und wenn’s das erste Mal passiert, ist es am schönsten. Lukas Eugster rührte diese Gewissheit am Samstag, beim ersten der beiden von der Equipe Bernoise tadellos organisierten Slaloms auf dem Flugplatz Ambri, sogar zu Tränen. Unerwarteten Druck erhielt der im Kanton Appenzell heimische St. Galler nämlich von Philip Egli. Der Rekord-Tagessieger hatte sich nämlich vor der Veranstaltung abgemeldet. Weil er den gerissenen Ansaugtrakt am Motor in Dallara F394 in der Kürze der Zeit mittels Spezialkleber wieder Erwarten notdürftig beheben konnte, erschien Egli trotzdem zu den beiden Meisterschaftsläufen im Tessin – nur um dann im ersten Rennen am Samstag die erste Niederlage seit Oktober 2019 an gleicher Stätte zu kassieren.

Auto-Renntage Frauenfeld: Spezieller Sieg für Egli

Als Tagessieger – zum 40. Mal bei einem Nationalen Slalom – ging Philip Egli auf seinem optimalen Dallara-Rennwagen hervor. Seine letztjährige Bestzeit auf dem 3,2 Kilometer langen Parcours mit 49 Toren verpasste der im Kanton Zürich wohnhafte Glarner zwar um 19 Hundertstel, trotzdem war er überglücklich. Yves Hängärtner im Dallara GP3 und Lukas Eugster auf seinem Ligier-Honda machten Egli wie schon zwei Wochen zuvor in Bière (und am nächsten Wochenende beim Doppellauf in Ambri) den Tagessieg streitig. Hängärtner brachte die Power des gegen 500 PS starken Turbo-Rennwagens auf dem winkligen Kurs jedoch nicht gut genug auf den Boden. Der dritte Gesamtrang ging nach Eugsters Lapsus («Das war irgendwie nicht mein Tag») an Jannis Jeremias in einem Tatuus Formel Renault, obwohl er vor dem Missgeschick eines Helfers (Frontspoiler demoliert) nur den ersten Rennlauf bestreiten konnte.

Slalom de Bière: Philip Egli feierte in Bière seinen 39. Tagessieg

Die Konkurrenz ist dem Seriensieger schon beim ersten Lauf am Genfersee näher gerückt. Allen voran Lukas Eugster in seinem Ligier-Honda sowie Yves Hängärtner im Ex-Jenzer-Dallara GP3 mit neu entwickeltem Turbomotor von Eggenberger Motorenbau. Für Eugster endete das Rennen auf dem zweiten Gesamtrang. Der Rückstand auf Egli betrug 1,33 Sekunden. Laut dem Ostschweizer, der zwei Jahre lang keinen Rennen mehr fuhr, wäre noch mehr möglich gewesen. «Aber ich musste leider wieder mit dem originalen Motor, der nur etwa 255 PS leistet, fahren. Der neue Motor, der mehr Leistung hat, muss zum Tuner zurück. Unter diesen Voraussetzungen bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.»

Slalom Drivingcamp Röthis

Ein sicheres austesten des Fahrzeuges, weg von öffentlichen Strassen. Marco Brecht, Fiat Punto, steht in der Siegerliste mit 1/10 Sek Differenz vor Patrick Baldauf und Stefan Ramsauer.

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